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 Immanuel Kant

Immanuel Kant

Immanuel Kant wurde 1724 als Sohn eines Riemermeisters in Königsberg geboren.
Er besuchte das humanistisch-pietistische Friedrichsgymnasium und studierte Naturwissenschaften, Mathematik und Physik an der Albertina. Nach einigen Jahren Hauslehrer-Tätigkeit promovierte er zum Doktor der Philosophie und habilitierte sich an der Universität seiner Heimatstadt.

1770 erhielt er die ordentliche Professur für Logik und Metaphysik. Angeregt durch die Naturphilosophie Newtons wie die aufklärerische Philosophie von Leibnitz und Wolff, schrieb er die drei berühmt gewordenen "Kritiken". In diesen versuchte er eine Einheit von Erkenntnis, Sittengesetz und Glauben zu schaffen.

"Ist unser Wissen beschränkt, so steht doch fest, was wir tun sollen, und aus diesem praktischen Wissen ergibt sich der Glaube an unser eigentliches übersinnliches Wesen."

Kant schuf die erste Äthetik der Kunst, auf der die deutsche Klassik beruht. Er starb 1804 und wurde in der Professorengruft des Domes zu Königsberg begraben. Als Begründer der neuen Philosophie und einer der größten Philosophen aller Zeiten ging er in die Geschichte ein. Sein Grabmal hat die Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges überstanden und wird heute von den Russen als Ehrenstätte gepflegt.


Das Kant-Grabmal am Königsberger Dom

Wichtige Werke

1781    Kritik der reinen Vernunft
1783    Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik
1785/6 Grundlegung zur Metaphysik der Sitten
1786    Metaphysische Anfangsgründe der Naturwissenschaft
1788    Kritik der praktischen Vernunft
1790    Kritik der Urteilskraft
1793    Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft
1795    Zum ewigen Frieden
1797    Die Metaphysik der Sitten
1798    Anthropologie in pragmatischer Hinsicht abgefaßt

Das Wort "Kritik" hatte für Immanuel Kant die alte griechische Bedeutung: "Prüfung".



Das Kant-Denkmal in Königsberg um 1927


Die Universität in Kaliningrad wurde am 25. Mai 2005 in "Russische Staatliche Immanuel-Kant-Universität" umbenannt.
Bei der 750-Jahr-Feier von Königsberg haben Bundeskanzler Gerhard Schröder und Präsident Wladimir Putin eine Gedenktafel mit Immanuel Kants Namen und Konterfei am Gebäude der Universität enthüllt.


Immanuel Kant

Weitere Informationen zu Immanuel Kant finden Sie auf der Webseite der

Kant-Forschungsstelle in Mainz http://www.kant.uni-mainz.de


Quellen:

Ostpreußen Lexikon - Georg Hermanowski - 1998
Internet



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Immanuel Kant   Originaltexte
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